Der Kreis Kolberg-Körlin
Geschichte des Kreises
Die älteste Gründung im Kreise Kolberg – Körlin ist die Ortschaft Altstadt, die als Ursprungssiedlung von Kolberg anzugeben ist und schon um das Jahr 1000 entstanden sein soll, ferner Pobloth und Zwilipp, die beide nach dem pommerschen Urkundenbuch erstmalig im Jahre 1159 erwähnt werden und die Ortschaften Drosedow, Jarchow und Rützow, die nach der gleichen Quellenangabe erstmalig im Jahre 1180 genannt werden.
Alle übrigen Gemeinden, bis auf einige Ausnahmen, sind Gründungen aus dem 13. Jahrhundert. Bodenhagen, Neubork und Neuwerder sind in den Jahren 1753 – 1770 als Gründungen Friedrichs des Großen entstanden. Eickstedtwalde wird erstmalig 1829 und Mohrow 1822 urkundlich benannt.
Wir lassen nachstehend ein Verzeichnis der Gemeinden mit ihrer früheren Schreibweise und der erstmaligen urkundlichen Benennung folgen. ( Zusammengestellt für die Kreisverwaltung von Professor Dr. Klaje in Kolberg.)
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Körlin ( 1299 ) Altdorf ( 7. März 1276, Borf ) Altramm ( 7. März 1276, Tramme ) Altwerder ( ? ) Baldekow ( 7. Juli 1224, Bilacur ) Bartin ( 1309, Bartin ) Bodenhagen ( 1753, benannt nach Minister Boden ) Bogenthin ( 1194, Bogutino) Büssow ( 7. März 1276, Burizsowe ) Bullenwinkel ( 1400 ) Damgard ( 27. April 1281, Damgard ) Damitz ( 15. April 1321, Damyß ) Dassow ( 7. März 1276, Darsow ) Deep Degow ( 7. März 1276, Dangowe ) Drenow ( 7. März 1276, Drenow ) Drosedow ( 1180, Droezdowe ) Eickstedtwalde ( 1829 ) Ortsteil Großvorbeck ( 1260, Birbecka ) Fritzow ( 24. April 1240, Bressow) Gandelin ( 7. März 1276 Chandurino ) Ganzkow ( 7. März 1276, Gansekov) Garchen ( 1498, Hoogeweg, Die Stifter und Klöster d. Prov. Pom. I, 354) Garrin ( v. Ende 1219- Anf. 1220, Charin ) Mohrow ( 1822 ) Mötzelfitz Naugard ( 30. November 1320, Nougart ) Ortsteil Papenhagen ( 1330, Parvume Necknin ( 5. April 1287, Neckanin ) Nehmer ( 7. März 1276, Niemyre ) Nessin ( 1269, Nesin ) Neubork ( 1775 ) Neurese ( 1266, Nerese ) Neutramm Neuwerder ( nach 1770 ) Peterfitz ( 23. Februar 1263, Petervitz ) Ortsteil Klaptow ( 23. Februar 1263, Klapetow ) Ortsteil Lustebuhr ( 1260, Lustibure ) Petersfelde Petershagen ( 1. Mai 1321, Petershagen ) Pobloth ( 8. Juni 1159, Poblote ) Poldemin ( 23. Februar 1263, Pollemyn ) Prettmin ( 1222, Pretemyn ) Quetzin ( 1212,Cuchina (Cutsinow ) Rabuhn ( 7. März 1276, Robun ) Ortsteil Mötzlin ( 16. März 1238, Meslino ) Ramelow ( 3.März 1322, Ramelow) Reselkow ( 11. April 1269, Resnico) Rogzow Ortsteil Leppin ( 1420 ) Roman ( 31. Mai 1240, Riman ) Rossenthin ( 7. März 1276, Ressentin ) |
Gervin ( 7. Juli 1224, Jorewino ) Gr. Jestin ( 16.März 1238, Gostino) Ortsteil Moltow ( 7. März 1276, Moltowe ) Ortsteil Plauenthin ( 1260, Plavnotyn ) Henkenhagen ( 1355 ) Jaasde ( 23. Februar 1263, Jacs ) Jarchow ( 1180, Jarchowe ) Karvin ( 7. März 1276, Goravin ) Ortsteil Dumzin ( 1260,Domazen ) Kerstin ( 7. März 1276, Karstino ) Ortsteil Krühne ( 7. März 1276, Crune ) Kleinjestin ( 11. August 1290, Jezstyn minor ) Kölpin ( 1315 ) Kowanz Leikow ( 23. Februar 1263, Leycowe ) Ortsteil Putzernin ( 1383 ) Ortsteil Zürkow ( 12. Oktober 1227, Surkowic) Lestin ( 11. April 1269, Lestzin ) Lübchow ( 23. Feburar 1263, Lubbezow ) Mallnow ( 1260, Molonow ) Ortsteil Koseeger ( 7. März 1276, Chosesec ) Mechenthin ( 27. April 1281, Mechentin ) Rützow ( 12. Juni 1183, Ruzowe ) Rüwolsdorf Ortsteil Marrin ( 23. Februar 1263, Merin ) Schleps Schötzow ( 7. März 1276, Schotsow ) Schwedt ( 7. Juli 1224, Szwetie ) Seefeld ( 7. März 1276, Sevelde ) Sellnow ( 9. Februar 1286, Selenowe ) Semmerow ( 7. März 1276, Zymbrowe ) Simötzel ( 7. März, Zimmizlowe ) Ortsteil Trienke ( 21. Dezember 1294, Trinike) Spie ( 1368 ) Sternin ( 11. April 1269, Starnin ) Stöckow ( 7. Juli 1224, Ztoykow ) Stolzenberg ( 23. Juni 1291, Stolzenbergh ) Wartekow ( 1260, Wartowne ) Ortsteil Karkow ( 7. März 1276, Carcowe ) Wobrow ( 18. Juni 1278, Wobrote ) Ortsteil Altstadt ( 1222, Antiqua civitas Colbergensis ( 1277 6. Juli ), die alte Stadt Kolberg. 1000: salsa Cholbergiensis ecclesia, die Kirche v. Salz – Kolberg ) Zernin ( 27. April 1281, Cernin ) Zwilipp ( 8. Juni 1159, Suelube ) Ortsteil Pustar ( 27. April 1281, Pustar )
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Früher war Kolberg – Körlin als Teil des ehemaligen Bistums Cammin mit den Kreisen Köslin und Bublitz zu einem einheitlichen Verwaltungsbezirk mit der Bezeichnung „ Kreis Fürstentum – Cammin „ zusammengeschlossen. Erst im Jahre 1872 löste man diese Verbindung und schuf die selbstständigen Kreise Kolberg – Körlin, Köslin und Bublitz. Im Jahre 1920 schied die Stadt Kolberg, nachdem sie die erforderliche Einwohnerzahl überschritten hatte, aus dem Landkreise aus und bildete einen eigenen selbstständigen Stadtkreis. Es besteht jedoch auch heute noch eine enge Verwaltungsbindung zwischen Stadt- und Landkreis, insbesondere auf dem Gebiete der Straßenunterhaltung. Eine Reihe von Kreisstraßen wird gemeinsam aufgrund eines besonderen Vertrages von Stadt- und Landkreis unterhalten.