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Die Kolberger Kirchenbücher

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Taufbuch Kolberg Garnision

- Auszug -

Stefan SIENELL

(Anmerkung: Die auszugsweise Wiedergabe erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verfassers Dr. Stefan Sienell, Wien. Die vollständige Arbeit erscheint demnächst in der Reihe des „Historischer Arbeitskreis Kolberg", Verlag Peter Jancke, Hamburg. Dort bereits erschienen:

DIE KOLBERGER NEUBÜRGER 1813-1852, ISBN 3-927996-20-3)

 

1. Die Militärkirchenbücher

Die Kolberger Garnisons-Kirchenbücher beginnen 1694 und reichen bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges, womit es sich bei ihnen um die ältesten bekannten überhaupt handelt. Sie umfassen insgesamt 13 Bände und sind vollständig im Geheimen Staatsarchiv Preussischer Kulturbesitz, Berlin, vorhanden.

 

2. Die Kirchenbücher der Kolberger Gemeinden

Unter den städtischen Gemeinden ist die Dom-Pfarre (St. Marien) für den Bereich der Innenstadt natürlich die bedeutendste gewesen. St. Georg und Nikolai waren ‘eher’ für den Bereich der Vorstädte der Münde und Bullenwinkel zuständig; Heiliggeist ‘eher’ für die umliegenden Dörfer, wie beispielsweise Alt- und Neu-Bork, Alt- und Neu-Werder, Sellnow und Necknin. Außerdem gab es noch eine evangelisch-reformierte Gemeinde und die Klosterkiche. Grundsätzlich sei vorweggeschickt, daß sich – abgesehen von einem Taufbuch – alle erhaltenen Kolberger Kirchenbücher im Wojwodschaftsarchiv Stettin befinden.

 

3. Liste der Kirchenbücher der Kolberger Garnison und Gemeinden

Im nachfolgenden Verzeichnis der erhaltenen Kolberger Kirchenbücher ist nicht nur die archivalische Quelle angegeben, sondern auch die Mikrofilm-Nummer (‘LDS – Film-Nr.’), unter der dieser Film in einem der genannten genealogischen Forschungszentren bestellt und später eingesehen werden kann. Das Verzeichnis wird mit den Kirchenbüchern der oben besprochenen Garnisonsgemeinde eingeleitet.

 

Es werden folgende Abkürzungen verwendet:

 

EZA = Evangelisches Zentralarchiv, Berlin

GStA = Geheimes Staatsarchiv, Berlin

WASt = Wojwodschaftsarchiv Stettin

 

Kolberg, Garnison:

 

Zeitraum

Original

LDS – Film-Nr.

Bemerkung

*

1659

GStA, Nr. 1311

0 071 960

1694–1757

GStA, Nr. 1311

0 071 960

1758–1811

GStA, Nr. 1312

0 071 961

1811–1842

GStA, Nr. 1314

0 071 961

1842–1863

GStA, Nr. 1323

0 492 557

1864–1868

GStA, Nr. 1323

0 492 557

0 071 962

Duplikat

1869–1874

GStA, Nr. 1325

0 071 962

1874–1889

GStA, Nr. 1327

0 071 962

1890–1900

GStA, Nr. 1329

0 071 962

1901–1914

GStA, Nr. 1330

0 071 962

oo

1694–1758

GStA, Nr. 1311

0 071 960

1758–1841

GStA, Nr. 1313

0 071 963

1842–1863

GStA, Nr. 1323

0 492 557

1864–1868

GStA, Nr. 1323

0 071 962

1869–1874

GStA, Nr. 1325

0 071 962

1874–1889

GStA, Nr. 1327

0 071 962

1890–1900

GStA, Nr. 1329

0 071 962

1901–1914

GStA, Nr. 1330

0 071 962

1694–1758

GStA, Nr. 1311

0 071 960

1758–1811

GStA, Nr. 1312

0 071 961

1811–1842

GStA, Nr. 1314

0 071 961

1842–1863

GStA, Nr. 1323

0 492 557

1864–1868

GStA, Nr. 1323

0 492 557

0 071 962

Duplikat

1869–1874

GStA, Nr. 1325

0 071 962

1874–1889

GStA, Nr. 1327

0 071 962

1890–1900

GStA, Nr. 1329

0 071 962

1901–1914

GStA, Nr. 1330

0 071 962

 

Kolberg, Domkirche (St. Marien):

 

Zeitraum

Original

LDS – Film-Nr.

Bemerkung

*

1633–1676

WASt, Nr. 40

0 903 347

1676–1699

EZA

0 905 041

EDV-mäßig erfaßt; Transkribiert und indiziert

1700–1703

WASt, Nr. 41

0 903 346

1703–1729

WASt, Nr. 42

0 903 346

1730–1758

WASt, Nr. 43

0 903 343

1759–1799

WASt, Nr. 41

0 903 346

oo

1682–1703

WASt, Nr. 44

0 905 047

Transkribiert

1711–1729

WASt, Nr. 42

1706–1758

WASt, Nr. 45

0 903 347

1759–1822

WASt, Nr. 46

0 903 346

Hat Index

1708–1747

WASt, Nr. 47

0 905 042

Transkribiert und indiziert

1748–1777

WASt, Nr. 48

0 903 343

Hat Index

1778–1805

WASt, Nr. 49

0 903 344

Hat Index

Kolberg, Klosterkirche (St. Johannis):

 

Zeitraum

Original

LDS – Film-Nr.

Bemerkung

*

1764–1836

WASt, Nr. 50

0 903 346

oo

1764–1834

WASt, Nr. 50

0 903 346

1767–1836

WASt, Nr. 50

0 903 346

 

Kolberg, St. Nikolai:

 

Zeitraum

Original

LDS – Film-Nr.

Bemerkung

*

1650–1762

WASt, Nr. 51

0 903 345

1762–1791

WASt, Nr. 52

0 903 345

1784–1786

WASt, Nr. 53

0 903 345

1784–1802

WASt, Nr. 54

0 903 345

oo

1678–1757

WASt, Nr. 51

0 903 345

1762–1791

WASt, Nr. 52

0 903 345

1784–1805

WASt, Nr. 54

0 903 345

1784–1817

WASt, Nr. 54

0 903 345

 

 Kolberg, St. Georg:

 

Zeitraum

Original

LDS – Film-Nr.

Bemerkung

*

1650–1762

WASt, Nr. 51

0 903 345

1784–1802

WASt, Nr. 52

0 903 345

oo

1678–1757

WASt, Nr. 51

0 903 345

1784–1804

WASt, Nr. 53

0 903 345

1784–1789

WASt, Nr. 54

0 903 345

1785–1807

WASt, Nr. 53

0 903 345

 

 Kolberg, Heiliggeist (St. Gertrud):

 

Zeitraum

Original

LDS – Film-Nr.

Bemerkung

*

1680–1745

WASt, Nr. 55

0 903 344

Transkribiert u. indiziert

1744–1796

WASt, Nr. 56

0 903 345

oo

1680–1745

WASt, Nr. 55

0 903 344

Transkribiert u. indiziert

1744–1796

WASt, Nr. 56

0 903 345

In Arbeit

1682–1746

WASt, Nr. 55

0 903 344

Transkribiert u. indiziert

1744–1796

WASt, Nr. 56

0 903 345

 

Um zu verhindern, daß jeder, der sich in Kolberg für eine bestimmte Familie interessiert, alle relevanten Kirchenbücher durcharbeiten muß, wurden zuletzt von drei Kirchenbüchern Exzerpte bzw. Abschriften angefertigt, aus denen man schöpfen kann, ohne die Mikrofilme durcharbeiten zu müssen. Es ist dies das schon genannte Taufbuch von St. Marien 1676–1699 (wovon Herr Kreplin bereits einige EXCEL-Disketten in Umlauf gebracht hat), das Sterbebuch von St. Marien 1708–1747 und das Kirchenbuch von Hlg. Geist 1680–1745, die von mir im Winter 1995/96 bzw. Sommer 1999 abgeschrieben und jeweils mit drei Indizes erschlossen wurde (Personennamen, Ortsnamen und Berufe).

"Die Kenntnis des Taufbuch von St. Marien 1676-1699 ermöglichte auch die teilweise Rekonstruktion des arg in Mitleidenschaft gezogenen Traubuch von St. Marien 1682-1703, die im Sommer 2002 abgeschlossen werden konnte. Die notwendigen Indizierungen sind in Arbeit. Gegenwärtig arbeitet ein Team bestehend aus Joachim Radmer, Ernst Schroeder, Stefan Sienell und Ingrid Spiegel an den weiteren Traubüchern der Stadt-Kolbergischen Gemeinden (St. Marien, Hlg. Geist, St. Nikolai und St. Georg), so daß die Vorlage eines kompletten TRAU-REGISTERs erhofft werden kann. Die Mitarbeit weiterer familien- und ortsgeschichtlich interessierter Kolleginnen und Kollegen würde zu einem schnellen Fortschreiten der Erschließungsarbeiten führen und würde sehr begrüßt werden."

Unter dem Titel „Auswärtige im ältesten erhaltenen Sterbebuch von Kolberg/St. Marien (1708–1747)" sind in der ‘Ostdeutschen Familienkunde’, Band 14, Jahrgang 45, Heft 4 (Oktober–Dezember 1997), S. 411–415, die 44 Eintragungen ‘Auswärtiger’ veröffentlicht worden.